Chinesische Keramik
Die keramische Produktion in Asien geht viele Tausende von Jahren zurück. Die Chinesen sind immer als die unbestrittenen Meister der Keramik betrachtet worden. Andere asiatische Kulturen haben ebenfalls erstaunliche Beiträge geleistet. Die Geschichte wirft ihr Licht auf eigentlich jeden Typ der asiatischen Keramik – von Neolithischen Behältern zu japanischen Teeschüsseln und zum chinesischen Exportporzellan.
Chinesische Kunst aus Porzellan
Die Erfindung und Entwicklung der Keramik ist ein faszinierendes Kapitel der chinesischen Geschichte. Die ersten Töpfe wurden von den Vorfahren der heutigen Chinesen in der Steinzeit aus Lehm geformt. Diese Kunstform entwickelte sich über Epochen, in denen Wunderwerke an Porzellanerzeugnissen entstanden. In der heutigen Zeit ist das in China erfundene Porzellan aus dem Leben der Menschen weltweit nicht mehr wegzudenken.
In der Epoche der Han-Dynastie waren die Grundlagen der Porzellanherstellung geschaffen worden. Erste Porzellanwerkstätten entstanden. Die Formen der gefertigten Gefäße wurden alten Bronzen nachempfunden.
Man unterscheidet drei Arten von Keramik. Je nach Zusammensetzung und Mischungsverhältnis des Werkstoffs und Brenntemperatur, nämlich Steingut, Steinzeug und Porzellan. Die Transparenz des Materials wird als wesentliche Charakterisierung des Porzellans herangezogen.
Regionale unterschiede bei chinesischer Keramik
Man unterscheidet im Wesentlichen im chinesischen Kulturkreis zwischen heißgebranntem und kaltgebranntem Porzellan. Ebenfalls als Porzellan werden auch dickere und weniger durchsichtige Keramiken eingestuft. Die Hauptsache ist, beim Anschlagen ist das für diesen Werkstoff typische Geräusch zu hören.
Häufig wird in China zwischen nördlichem und südlichem Porzellan unterschieden, was auf die unterschiedlichen Geologie beider Landesteile zurückzuführen ist. Im Norden Chinas wurden die Brennöfen mit Holzkohle beheizt. In ihnen wurde stärker kaolinhaltige Werkmasse bei hohen Temperaturen gefertigt. Mit der in den südlicheren Regionen verbreiteten Holzbefeuerung wurden niedrigere Temperaturen erreicht, wodurch der Grundstoff meistens höhere Anteile an Petuntse enthielt.
Die Echtheit chinesischer Keramik zu belegen ist nicht leicht und viele Testverfahren arg umstritten. Am überall gewöhnlichsten ist der sogenannteThermolumineszenz-Test. Dieser Test soll den Zeitpunkt des letzten Brennvorgangs bestimmen. Der Test wird mit kleinen Keramikproben durchgeführt. Dieser Test gilt schon deshalb als umstritten, weil das Objekt durch Entnahme eines Teststückes beschädigt wird. Dieser Test findet daher nur bei weniger wertvollen Stücken Verwendung. Wenn es jedoch bereits weitere Vergleichsstücke gibt, lassen sich diese mit der Glasurbeschaffenheit des Teststückes vergleichen. Weitere Physikalische Verfahren können nur sinnvoll mit bewährten Datierungsmethoden angewandt werden.